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Dungeons & Dragons - Gegenden - Aglarond

Das weitgehend von Wald und See bestimmte Aglarond gehört klimatisch zu den angenehmsten Ländern Faerûns. Der Einfluss der See der Gefallenen Sterne mildert das Kontinentalklima Zentralfaerûns deutlich ab und sorgt für hervorragende Wachstumsbedingungen.
Weite Teile des Landes sind vom nahezu undurchdringlichen Yuirwald bedeckt, der durch die gemäßigten Temperaturen und ergiebigen Niederschläge zu den artenreichsten Wäldern Faerûns zählt.
Politisch gehört das Königreich Aglarond zu den bedeutensten Widersachern der Magokratie Thay. Jahrhundertelang kam es immer wieder zu Angriffskriegen seitens der Thays, die jedoch stets erfolgreich zurückgeschlagen werden konnten. Durch die günstige geographische Lage, die gut ausgebildeten und ausgerüsteten Truppen und die Macht der Simbul, der amtierenden Königin des Landes, gilt Aglarond als uneinnehmbar.

Wichtige natürliche Barrieren der Halbinsel Aglarond, die weit in die See der Gefallenen Sterne ragt, sind neben der See selbst die Drachenkiefer, eine mächtige Bergkette, die nur über einige wenige Pässe überquert werden kann, die fest in der Hand der Streitkräfte des Landes liegen. Neben dieser Blockade, die im Norden und Nordosten wirkt, wird Aglarond im Osten durch die Sümpfe von Umber begrenzt, ein sehr gefährlicher Landstrich, dessen größte Gefahr nicht von den zahlreichen Monstern ausgeht, die ihn heimsuchen, sondern von ungeheuren Mückenschwärmen, die zahlreiche gefährliche Krankheiten übertragen.
Zahlreiche Schlachten zwischen Aglarond und Thay wurden hier ausgetragen, der einzige Grund, warum der Landstrich von beiden Nationen beansprucht wird.
Die einzige künstliche Barriere, die der Landesverteidigung dient, ist der Wachtwall, der zwischen dem Umbergoth, dem höchsten Berg Aglaronds und Heimat des Drachen Nartheling, und der Festungsstadt Glarondar verläuft. Er ist etwa zwanzig Meter hoch und sieben Meter dick, fensterlos und ohne Vorsprünge, die ein Emporklettern erleichtern könnten.
Gebaut wurde er vom legendären Volk der Galeb Dhur, Erdelementare, die mit dem ersten König, Brindor, einen Pakt schlossen, der bis heute noch nicht eingelöst wurde und Aglarond zur Verteidigung der zurückgezogen lebenden Galeb Dhur verpflichtet.
Zu jeder Zeit patrouillieren Soldaten auf diesem gewaltigen Bollwerk und sichern ihn gegen potentielle Angreifer ab.

Die Gesellschaft Aglaronds lässt sich analog zu den landschaftlichen Gegebenheiten einteilen. Die Wälder sind traditionell die Heimat von Elfen und vor allem Halb-Elfen, das alte Königreich Velprin im Norden, Altumbel im Westen und der Zahn, dem nordwestlichen Zipfel der Halbinsel.
Ebenso wie Cormanthyr begann auch die Besiedlung des Yuirwaldes nach dem Ende der Kronkriege im Zuge einer Siedlungswelle der Elfen nach Osten. Über neuntausend Jahre vor Beginn der Zeitreichnung der Talländer gründeten Wildelfen einige kleine Siedlungen in dem Wald, der zum damaligen Zeitpunkt noch die ganze Halbinsel bedeckte.

Im siebten Jahrtausend vor dem Stehenden Stein sammelten sich die Sternenelfen in Yuir und zogen sich dabei aus den anderen elfischen Nationen zurück. Damit entstand im Yuirwald das mächtige Yuireshanyaar, dessen Spuren auch heute noch Bedeutung für Aglarond besitzen, auch strategische, unter anderem durch einen Zauber, der ein Ausspähen des Waldes mittels Magie unmöglich macht.
Yuireshanyaar bestand für viele tausend Jahre als friedliche Bastion des elfischen Volkes in Zentralfaerûn und wurde erst 1250 vor dem Stehenden Stein von Unther angegriffen. Den angreifenden Menschen gelang es, die Südküste der Halbinsel der Halbinsel zu erobern und zu besiedeln, die Region, die später als Wizard's Reach bekannt wurde.
Keine zweihundert Jahre später erlitt Yuireshanyaar schwere Verluste in den Orktorkriegen, konnte sich jedoch erneut behaupten.
Der Rückzug der Sternelfen begann etwa 900 vor dem Stehenden Stein mit dem Aufstieg der Menschenreiche Narfell und Raumathar. Zu diesem Zeitpunkt bereits sahen die Sternelfen die Katastrophe voraus, die die beiden verfeindeten Nationen über Zentral-Faerûn bringen würden.
Sie begannen mit der Konstruktion mit der Halbebene Sildeyuir, die 699 vor dem Stehenden Stein, im Jahr der zerspringenden Mondklingen, zur neuen Heimat des mächtigen Volkes werden sollte.

Zu einem bedeutenden Einfluss des Menschen auf die Region kam es sechzig Jahre nach dem Kataklysmus, in dem sich Narfell und Raumathar vernichteten. Einhundert Jahre vor dem Stehenden Stein siedelten zahlreiche Untherer in Wizard's Reach und gründeten Städte wie Delthuntle und Laothkund, die bis heute bestehen. In Altumbel, schon früher spärlich von Flüchtlingen des untergegangenen Jhaamdath besiedelt, nahmen die Menschen im Zuge der Siedlungswelle auch die bewohnbaren Inseln in Besitz und gründeten dort ihre Niederlassungen.
Im Jahr des Blauen Schildes wurde im Südosten des späteren Aglaronds schließlich von Chessentern Escalant gegründet, ein Stadtstaat, der eine entscheidende Rolle im chessentisch-untherischen Bürgerkrieg spielen sollte.
Die ersten Wirren des Krieges begannen, als sich Delhuntle und Laothkund gegen die Herrschaft Unthers auflehnten und 504 DR die Unabhängige Liga von Samathar gründeten, die sich sich schon bald erfolgreich gegen die Invasionsbemühungen Unthers zur Wehr setzen konnte.
625 DR schloss sich Escalant der Liga an, so dass nunmehr das gesamte Wizard's Reach vereint war.
Gilgeams Expeditionsheer, dass 677 DR die Region wieder unterwerfen und die Liga von Samathar zerschlagen sollte, erlitt furchtbare Verluste in einem Sturm, eine Katastrophe, die letztlich zur Anerkennung der Liga durch Unther führte und das Reich militärisch irreversibel schädigte.

Mitte des achten Jahrhunderts begann die zweite Siedlungswelle, im Zuge derer die Nordküste der Halbinsel erschlossen und 756 DR die Stadt Velprintalar gegründet wurde. Nur siebzehn Jahre später schlossen sich die nördlichen Städte zum Königreich Velprin zusammen, das bereits früh Ambitionen zeigte, die komplette Halbinsel unter seine Kontrolle zu bringen.
Als einhundert Jahre später der erste Kontakt zu den im Yuirwald verbliebenen Elfen hergestellt wurde, kam es zunächst zu einem friedlichen Kontakt, der die Grundlage für die starke Halb-Elfische Population des späteren Aglaronds bildete.
Doch der Friede war nicht von Dauer. Die wildelfisch geprägten Bewohner des Yuirwaldes und das militärisch zunehmend aggressivere Velprin. Bereits Anfang des elften Jahrhunderts kam es zu vereinzelten Grenzkonflikten und 1059 brach offener Krieg aus, als Indrila Demaz I den Yuirwald mit einer großen Streitmacht angriff.
Nach den anfänglichen Schlachten, in denen die hastig zusammengezogenen Streitkräfte Yuirs immer wieder vernichtend geschlagen wurden, kamen die Fronten jedoch durch den unwegsamen Wald zum Stillstand. Zunehmende Versorgungsschwierigkeiten behinderten die hochgerüsteten Truppen Velprins und die Streitkräfte Yuirs nutzten ihre überlegene Ortskenntnis, um den Feind aus dem Hinterhalt heraus anzugreifen und zu demoralisieren.
Währenddessen baute Brindon Olóssyne tief in den Wäldern eine schlagkräftige Armee auf, die 1064 in den Krieg eingriff und den Truppen Velprins verheerende Verluste zufügte.
1065 zwang Brindon bei Ingdals Arm in Altumbel Velprin zur Entscheidungsschlacht auf offenem Felde. Weder die geschwächten Truppen Velprins noch Indrila Demaz hatten Brindon und seinen Truppen viel entgegenzusetzen, daher wurden in Altumbel weitere Bataillone ausgehoben.
Aber auch dieser Akt der Verzweiflung konnte Velprin das Schlachtenglück nicht zurückbringen: Die schlecht ausgerüsteten und kaum ausgebildeten Fischer und Handwerker Altumbels wurden in der heftigen Schlacht von den bestens ausgerüsteten, kampferprobten Yuir-Kriegern fast vollständig dezimiert und die Truppen Velprins vernichtend geschlagen.
Brindon diktierte Velprin daraufhin den Frieden und vereinigte das Königreich mit der Halb-Elfischen Nation des Yuirwaldes. Indrila Demaz wurde abgesetzt und Brindon regierte an ihrer Stelle in Velprintalar.
Unter seiner Herrschaft erreichte das neue Königreich Aglarond seine erste Blüte. Der erfahrene Feldherr erkannte die Bedrohung durch das langsam zu Macht gelangende Thay und den politisch instabilen Süden der Halbinsel. Darüber hinaus war eine starke Armee zur Aufrechterhaltung des inneren Friedens des neuen Reiches anfänglich noch unentbehrlich, zu stark waren damals die Ressentiments der ehemaligen Feinde.
Eine der deutlichsten Zeichen aus dieser Zeit ist der von den Galeb Dhur errichtete Wachtwall, der den Thay in den folgenden Jahrhunderten als unüberwindliches Bollwerk gegenüber stand.

Die Stadtstaaten der von Chessenta 953 zerschlagenen Liga von Samathar waren ein stetiger Keim der Unruhe, zu militärischen Übergriffen auf Aglarond sollte es jedoch auch nach dem Zerfall Chessentas und der erneuten Unabhängigkeit der Städte des Wizard's Reach nicht kommen.
Gefahr drohte Aglarond im ausgehenden 12. Jahrhundert, als Thay innerhalb von drei Jahren zwei Armeen aussandte, um das Königreich unter seine Kontrolle zu bringen.
Die militärisch ebenso unberechenbaren wie erfolglosen Roten Magier konnten jedoch 1194 in der Schlacht des Singenden Sandes und 1197 in der Schlacht der Zerbrochenen Schädel vernichtend geschlagen werden.
1260 führte Aglarond unter König Halacar seinerseits einen Angriff auf das als militärisch unfähig angesehene Thay, doch Halacar war weder ein militärisches Genie noch war er auf die geballte Zauberkraft der Roten Magier gefasst. Der Feldzug endete in einer Katastrophe, das Expeditionsheer Aglaronds wurde vollständig vernichtet. Halacar konnte sich mit einigen Getreuen retten, erlag jedoch ein Jahr später einem Attentat.
Als seine Schwester Ilione, die ihm auf dem Thron gefolgt war, 1320 starb, hinterließ sie keinen Erben, der Aglarond hätte regieren können und Alassra Silberhand, heute nur noch bekannt unter der Bezeichnung als "die Simbul", Elminsters Ziehtochter und spätere Geliebte, die ebenso wie Ilione eine ambitionierte Hexenmeisterin war, wurde zu ihrer Nachfolgerin erklärt.
In den sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts kam es erneut zu zwei Angriffen Thays. 1365 marschierten zwei Armeen Thays auf Aglarond, die Hauptstreitkräfte sollten Aglaronds Truppen bei Emmech stellen, während mehrere Bataillone über den Shyvar Pass ins Landesinnere vorstoßen sollten.
Die Truppen wurde jedoch von den Greifenreitern Aglaronds ausgespäht und die zweite Streitmacht Thays von den Truppen Glarondars vernichtend geschlagen. Anschließend wurden die Hauptstreitkräfte des Agressors, die bereits ohne nennenswerten Erfolg mit dem Angriff auf Emmech begonnen hatten, in die Zange genommen und aufgerieben. Insbesondere die titanischen Zauberkombinationen der Simbul fügten den angreifenden Truppen so verheerende Schäden zu, dass die Schlacht um Emmech zu einem der größten Disaster der thayanischen Militärgeschichte wurde.
1369 schickte Thay, in seinem Stolz durch den Verlust seiner Armeen tief getroffen, eine Armee von Untoten in die Sümpfe von Umber, um den Wachtwall zu überrennen und Aglarond auszulöschen. Der Plan scheiterte erneut, viele Untote fielen dem tückischen Sumpf zum Opfer, den sie zum Teil bis heute vereinzelt noch durchstreifen, die Hauptstreitmacht brandete gegen den mächtigen Wall, hatte jedoch keine Mittel, um ihn zu brechen und wurde bei dem Versuch, ihn zu überwinden, zurückgeworfen und geschlagen.
Im Jahr der Ungezupften Harfe wurde zwischen Thay und Aglarond schließlich ein Friedensvertrag unterzeichnet und vorsichtig Handelsbeziehungen aufgenommen. Misstrauen bestimmt nach wie vor das Verhältnis der beiden Länder.

Heute ist Aglarond eine starke Nation, militärisch, gesellschaftlich und kulturell. Die inneren Konflikte zwischen Menschen, Halb-Elfen und Elfen gehören der Vergangenheit an, lediglich die Bewohner von Altumbel haben ihre Xenophobie bewahrt, spielen jedoch auch aufgrund der Abgelegenheit der Region keine politische Rolle und haben keine Ambitionen, dies zu ändern. Piraten bedrohen nur noch selten die Küste des Landes, da die Simbul ihrem Treiben in Altumbel unmissverständlich ein Ende gesetzt hat und nur wenige Piraten so tollkühn sind, ihren Zorn herauszufordern.

Quellenangabe FR 
Forgotten Realms Campaign Setting 3.0 
Unapprochalbe East 3.0  

Faerûn-Zeit:
Heute ist der 22. Eleint 1387, Selûnestag des 3. Zehntages.
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