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Rollenspiel - Feinheiten - Von Leveln, Dungeons & Tod sprechen

* Von Leveln sprechen :
Hin und wieder kann es Euch nötig erscheinen, davon zu sprechen, welche Level das Gegenüber oder ein Monster hat. Nun habt Ihr mehrere Möglichkeiten.
* Als erstes könntet Ihr OOC sprechen und sagen "((Nein, der Baron ist Level 66 Elite, das weiss ich sicher - den packen wir nicht!))"
* Als zweites könntet Ihr eine Umschreibung für das Wort Level finden - viele Leute verwenden dazu "Zirkel", "Rang" oder "Stufe". Ihr könntet also sagen : "Nein, Freund... dieser Mann bekleidet einen so hohen Zirkel, daß unsere Waffen ihn nicht verletzen können!".
* Als letztes habt Ihr die Möglichkeit, eine Formulierung ganz ohne solch eine Umschreibung zu finden, ihr könntet z.b. sagen : "Mein Freund, glaubt mir. Ich habe von diesem Mann gehört, und er ist auf vielerlei Arten gut geschützt. Unsere Waffen wird er knicken wie Strohhalme!"

Was ist nun am besten? Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage. Wenn Genauigkeit nötig ist und ihr die Level sagen müsst, sprecht am besten OOC. Wenn es sonst irgendwie geht, vermeidet die Formulierung mit den Zirkeln oder den Stufen. Es gibt im echten Leben ja auch keine. Oder würdet Ihr sagen, daß Euer Lehrer eine höhere Stufe hat als Ihr? Er mag in einigen Bereichen mehr wissen, zugegebenermaßen, aber er muß Euch deswegen noch lange nicht in allem überlegen sein. Genauso weiss Euer Charakter ja nicht, welche Level ein Gegenüber bekleidet - er hat nur vielleicht mitbekommen, daß er im Kampf stärker oder schwächer ist als er selbst.

Bei einigen Klassen, z.b. bei Druiden oder Paladinen, wenn diese in Orden organisiert sind und untereinander sprechen, kann man tatsächlich davon ausgehen, daß sie eine strenge Hierarchie haben und daß ein Druide, der dem Orden z.b. schon länger dient, auch mehr Rechte und Pflichten innerhalb der druidischen Gemeinschaft ausübt. Dann kann es sinnvoll sein, von Rängen, Stufen oder Zirkeln zu sprechen. Bitte beachtet dabei aber, daß die meisten Geheimgesellschaften vielleicht 5, 10 oder 12 Ränge haben - kaum 42 oder 70.

* Von Dungeons sprechen :
Wenn man in einem Offline-Rollenspiel von Dungeons spricht, hat man es relativ leicht. Es gibt eben das geheimnisvolle Grab eines alten Königs, dessen uralte Steintür sich an einem Mitsommertag einen Spalt weit geöffnet hat, oder es ist eben bekannt geworden, daß in dem verfallen Turm im Wald ein mächtiger Magier haust, der allerlei seltsames Getier züchtet. Man kann sich als Abenteurer-Gruppe entscheiden, diesen Weg zu nehmen, oder man kann es lassen. In jedem Fall ist solch ein Dungeon einmal besucht und bleibt dann so wie verlassen zurück - wenn der untote König zur letzten Ruhe gebettet oder der Magier besiegt ist, gibt es am nächsten Tag dort keinen neuen, es sei denn, Euer SL möchte euch noch einmal für ein Folge-Ereignis dort hinlocken.
Im Online-Rollenspiel dagegen habt Ihr es oft mit Dungeons zu tun, in denen die Monster nach einer halben Stunde oder nach einem halben Tag wiederkommen und dann genau an derselben Stelle stehen wie zuvor. Als Rollenspieler hat man damit natürlich ein erhebliches Problem - entweder, ein gefürchteter Gegner ist tot oder eben nicht. Er kann nicht jeden Tag wieder auferstehen. Wenn ihr eine Tür eingetreten habt, kann sie nicht in der nächsten halben Stunde wieder aussehen wie vorher. Dazu kommt noch, daß man diese Dungeons natürlich mehrfach besuchen muss oder möchte, und sie dann schon fast auswendig kennt.
Auch hier habt Ihr wieder mehrere Möglichkeiten, zu reagieren.
* Ihr ignoriert das "unlogische" Verhalten der Monster und behandelt sie so, als wären es neue oder andere, die den alten vom letzten Besuch eben ein bisschen ähnlich sehen. Das erfordert einiges an Fantasie, vor allem bei Endgegnern und wichtigen Kämpfen. Es ist aber das logischste.
* Ihr tut so, als wärt ihr noch nie hier gewesen. Das ist eine annehmbare Tatsache, vor allem, wenn Ihr das letzte Mal mit anderen Charakteren an diesem Ort wart. Bitte bedenkt dann aber auch, daß Euer Char (also nicht ihr als Spieler) dann auch nicht weiss, wie ein bestimmter Gegner zu bekämpfen ist oder welchen von den drei Gängen man jetzt nehmen sollte. Wenn Ihr eine Gruppe anführen müsst, kann das keine gute Wahl sein.
* Ihr tut so, als wäre schon eine längere Zeitspanne seit eurem letzten Besuch vergangen und als hättet ihr den Endgegner gnädig davon kommen lassen oder als habe er sich sonst auf irgendeine Art gerettet, so daß er neue Monster um sich scharen konnte. Das ist logisch und in sich stimmig, klappt aber höchstens ein oder zwei Mal. Danach wird es wohl unwahrscheinlich, daß Euch ein so wichtiger Gegner jedesmal entkommt.
* Ihr durchlauft das zweite oder dritte Mal den Dungeon OOC. Bitte macht dies nur, wenn eure Gefährten damit einverstanden sind - ihr bringt sie sonst um ein sehr stimmiges und interessantes Rollenspiel-Erlebnis.

Wenn Ihr nicht mehr vorhabt, einen Dungeon zu besuchen, könnt Ihr vom Tod des darin enthaltenen Endgegners ausgehen. Das wird aber Leute, die noch nicht so weit sind, nicht davon abhalten, diese Person noch als lebendig anzusehen - denn sie müssen sie ja noch besiegen. Solche Zwickmühlen in Online-Rollenspielen sind bekannte RP-Verhinderer und Stimmungs-vereiterer. Leider sind sie aber nicht zu ändern. Macht Euch nichts draus und lasst Euch nicht entmutigen! Eines Tages wird die Computer-Spielindustrie auch die perfekte Rollenspiel-Welt mit immer anderen Dungeons auf den Markt bringen. ;)

* Vom eigenen Tod sprechen :
Sowohl in einem Offline- wie auch in einem Online-Rollenspiel kann Euer Char sterben. Dies ist natürlich wichtig, sonst wäre es ja nicht mehr spannend. Während in einem Offline-Rollenspiel dann die überlebenden Charaktere nach einer Lösung für ihren verstorbenen Gefährten suchen (müssen) oder man sich einen neuen Char ausdenkt, kann man in einem Online-Rollenspiel meistens wieder auferstehen und hat noch nicht einmal schwerwiegende Verluste zu tragen. Viele Rollenspieler spielen einen online-Tod daher nur als schwere oder schwerste Verletzung oder als Bewusstlosigkeit aus.
Andere - Leute, die ich sehr bewundere, im übrigen - sind dann auch konsequent genug, beim Tod Ihres Online-Chars diesen auch zu löschen und nicht mehr zu spielen, wenn sie im RP gestorben sind.
Bitte sprecht in keinem Fall davon, daß Ihr tot wart und wieder auferstanden seid. Genauso unglaubwürdig wie es klingt, wenn Ihr es jetzt lest, hört es sich auch für ein Gegenüber an, vor allem, wenn Ihr dann noch hinzusetzt, daß Ihr das zwei- oder dreimal an einem Tag veranstaltet habt.
Bitte bedenkt auch, daß Euch eine Verletzung, die Euch in die Nähe des Todes befördert hat, noch mindestens drei oder vier Tage, wenn nicht gar ein paar Wochen lang, heimsuchen wird und unter Umständen euer ganzes weiteres Char-Leben bestimmen kann. Bedenkt in diesem Zusammenhang, daß man bei einem Beinbruch noch lange nicht vom Tod bedroht ist - trotzdem muss man 6 Wochen lang mit einem Gips herumlaufen.  

Faerûn-Zeit:
Heute ist der 15. Elasias 1387, Rittmitte des 2. Zehntages.
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