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Rollenspiel - Feinheiten - Gold & Diebstahl

In vielen, vielen Welten sind die Chars als Abenteurer, die ständig irgendwelche Dungeons ausräumen oder Feinde besiegen, viel reicher als die "normalen" Menschen, die die Welt um sie herum bevölkern. Einesteils ist dies gewollt, denn die Ausrüstung, die die Chars benötigen, ist auch viel teurer als das, was ein Normalsterblicher so mit sich herumschleppt, wenn Ihr z.b. einmal von magisch flammenden Schwertern, Mithril-Rüstungen oder cybernetisch verbesserten tragbaren Dipolar-Laserbeams ausgeht.
Andererseits sind viele Chars aber auch erst im Lauf ihres "Lebens" zu Reichtümern gekommen und haben ihre Laufbahn mit praktisch nichts begonnen. Sie verstehen den einfachen Mann auf der Strasse, der sich über den Preis eines Brots aufregt, daß 4 Kupferpfennige zu teuer ist, sicher sehr gut.
Es kann eine wichtige und anstrengende Herausforderung sein, sich als Abenteurer soviel Gold zu verdienen, daß man davon leben und sich ausrüsten kann, eine Motivation für viele Chars.
Das alles macht ihnen ihr Gold und ihre Ausrüstung recht wichtig, wenn nicht sogar zum zentralen Angelpunkt ihres Char-Erlebnisses. Dies wiederum macht es Dieben sehr schwer - wer als Char versucht, andere Chars zu bestehlen, wird sehr oft auf alle möglichen Strategien stoßen, damit seine Hand keinen Weg in dessen Taschen findet. Auch erfahrene Rollenspieler neigen in diesem Punkt zu Power-Emotes oder dazu, auch am Hinterkopf Augen zu haben - was natürlich schnell in Streit und Ärger gipfeln kann.
Gerade bei Aktionen, die zwischen Chars geschehen und normalerweise nicht mit dem Einverständnis des anderen vonstatten gehen würden, wie z.b. eben ein Diebstahl oder ein Kampf, ist es sehr wichtig, dem jeweils anderen mehrere Auswahlmöglichkeiten zu lassen.
Dies gilt auch für den, der Euch zu beklauen versucht - er sollte eine reele Chance haben, an Euer Gold zu kommen. Im Idealfall könnt ihr als Dieb euer potentielles Opfer auch vorher OOC warnen, damit es sich auf eure Aktion vorbereiten kann.

Trainierte Diebe sind schon im echten Leben so flink, leise und geschickt, daß man ihre Aktionen kaum wahrnehmen kann. Dazu kommt noch, daß man ihnen oft unwissentlich viele Gelegenheiten lässt, auch ohne dies Geschick Dinge zu erbeuten - wie viele Leute schließen ihr Auto nicht ab, wenn sie beim Tanken bezahlen gehen, wieviele Leute lassen ihren Geldbeutel im Einkaufswagen, wenn sie zu einem weiter entfernten Regal müssen, und wieviele Leute haben schon mal im Bierzelt ihr Handy unbeaufsichtigt liegen lassen ? Seht ihr - fast alle von uns. Die Wahrscheinlichkeit, so an Beute zu kommen, ist also relativ hoch. Lasst den Dieben diese Chance, gesteht sie ihnen zu. Ihr seid nicht un-beklaubar.
Gleichzeitig sollte ein Dieb wissen, wann Schluss ist. Einen kleinen Geldbeutel vom Gürtel seines - wachen - Opfers zu schneiden, ist relativ einfach möglich. Ihm sein Schwert aus der Scheide zu ziehen und damit unbemerkt davon zu kommen, ist dagegen beinahe unmöglich, und ihm Ausrüstung zu klauen, die er direkt am Leibe trägt, beispielsweise einen Ring oder einen Schuh, ist etwas für Sagen und Legenden. Im wirklichen Leben mag es Diebe geben, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als nach fremder Leute Geldbeuteln zu angeln - im Rollenspiel dagegen solltet Ihr es bei ein oder zwei Versuchen am Tag bewenden lassen. Bitte haltet Euch immer vor Augen, daß es in einer Rollenspiel-Welt sehr viel weniger "lebendige" Charaktere gibt als in der Echten. Ihr fallt daher zwangsläufig mehr auf. Akzeptiert auch die Konsequenzen, die Euch bei einem Versagen entstehen können. Auch Ihr könnt nicht immer davon kommen, Ihr seid nicht un-fassbar.

Zusammenfassend : Diebstahl an anderen Chars ist eine langwierige, umfangreiche und rollenspielerisch gesehen auch schwierige Sache. Nehmt Euch Zeit dafür, tut es nicht so häufig, und vor allem sorgt dafür, daß ein Diebstahl einen Char nicht komplett ruiniert. Es ist weder im Sinne des Beklauten, noch im Sinne des Diebs für den Rest seines Lebens einen Verfolger zu haben der ihm Blutrache geschworen hat.

Faerûn-Zeit:
Heute ist der 15. Elasias 1387, Rittmitte des 2. Zehntages.
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