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Rollenspiel - Feinheiten - Power- und Denk-Emotes

Wie bereits geschrieben, ist es eine gute Sache, seinen Char mit Emotes transparent zu machen für andere. Dennoch gibt es zwei Formen von Emotes, die man vermeiden sollte.

* Das eine sind die sogenannten Power-Emotes. Power-Emotes lassen den anderen Beteiligten keine Wahl mehr, keine Möglichkeit, auf ihre Art und Weise zu reagieren. Ein beliebtes Beispiel ist in diesem Zusammenhang : "*Torash nähert sich der fremden Elfe, zieht sein Messer und schneidet ihr die Kehle durch*"
Stellt Euch einmal vor, Ihr seid die fremde Elfe, von der gesprochen wird. Eigentlich habt Ihr mit durchschnittener Kehle keine Wahl mehr, ausser zu sterben. Durch Torashs Power-Emote könnt Ihr nicht mehr ausweichen, nicht um Gnade oder Hilfe bitten, es lässt Euch wie gesagt eigentlich keine andere Wahl mehr. Daß so etwas die Zusammenarbeit nicht gerade fördert und bei einem heiß geliebten Char auch schnell für Unfrieden sorgen kann, liegt wohl auf der Hand.
Achtet darum darauf, mit einem Emote nur das zu tun, was Euer Char innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne (einigen wenigen Sekunden) tun kann, und lasst dem anderen eine Wahl. Hätte Torash der Elfe das Messer nur an die Kehle gesetzt, hätte sie mehrere freie Entscheidungsmöglichkeiten gehabt, von einem Ausweich-Versuch über einen Angriff bis hin zu einem Überredungs-Versuch.

Wenn Ihr Rollenspiel macht, ist das Ende einer Handlung immer offen - das ist das spannende daran. Ihr wisst nicht, wie Euer Gegenüber reagieren wird, also könnt Ihr auch einen Diebstahl, einen Kuss, einen Angriff oder ein Gespräch nicht gleich bei Beginn bis zum Ende festlegen. Daher sind auch Power-Emotes im Rollenspiel nicht gern gesehen.
Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Eure Aktion klappen wird oder nicht, weil auch andere die Hand im Spiel haben können, dann emotet euren Versuch. Z.B. *Djanni versucht, ihre Hand aus seinem Griff zu winden* - jetzt ist Euer Gegenüber am Zug und kann entscheiden, ob er es wohl schaffen kann, Euch fest zu halten oder eben nicht.

* Denk-Emotes sind Emotes, die etwas beschreiben, was Euer Gegenüber nicht sehen kann, wie z.B. : "*Illani denkt sich, der Mensch da drüben sieht aber häßlich aus*". Wie bereits geschrieben, kann Euer Gegenüber das nicht wissen, er kann ja Eure Gedanken nicht lesen. Er kann auf solch ein Emote daher eigentlich auch logischerweise nicht reagieren - Ihr steuert mit solch einem Emote also in eine Sackgasse.
Manchmal können gerade Rollenspiel-Anfänger solch einer Vorlage auch nicht widerstehen und reagieren dann so, als hätte Ihr das Emote gesagt und nicht nur gedacht. Vielleicht wolltet Ihr demjenigen Eure Abneigung ja aber gar nicht so deutlich zeigen, wie Ihr sie in Euren Gedanken empfunden habt. Abhängig von der Reaktion Eures Gegenüber aber könnt Ihr das jetzt nicht mehr aufhalten.
Ihr seht also, Denk-Emotes machen mehr Schwierigkeiten, als sie nützen. Anstatt Eure Gedanken direkt zu beschreiben, solltet Ihr daher lieber Eure Reaktion beschreiben. Wenn Ihr z.b. etwas nicht versteht, könnt Ihr durchaus emoten "*hebt verwirrt die Augenbrauen und sucht nach dem Blick des Erzählers, hilflos hebt sie die Schultern*" oder in dem oben genannten Fall "*mustert den Menschen eine Zeit lang, dann wird Ihr Gesicht verschlossen und sie wendet sich ab*".

Ihr beschreibt also das Verhalten und die Reaktion Eures Chars, nicht seine Gedanken. Das schöne ist, daß man Euch nun verstehen kann - aber nicht unbedingt muss. Und auf eine sichtbare Reaktion von Euch kann Euer Gegenüber natürlich auch problemlos eingehen. 

Faerûn-Zeit:
Heute ist der 20. Marpenoth 1387, Rittende des 2. Zehntages.
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