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Rollenspiel - Emotes & Sprache

Emotes sind Textstücke, die die Gefühle und Handlungen eines Chars beschreiben. In Internet-Rollenspielen werden sie oft mit * eingerahmt oder sonst irgendwie kenntlich gemacht, um anzudeuten, daß es sich nicht um etwas Gesagtes, sondern um eine Handlung oder ein Gefühl dreht.
Z.b. *Tarishani spielt eine traurige Melodie auf ihrer Harfe* ist ein Emote.
Emotes sind sehr effektive Möglichkeiten, die Stimmung eines Charakters zu vermitteln und zu beschreiben was ein Charakter tut, wenn eine Handlung oder eine Gefühlsregung nicht für andere offen sichtlich ist.

Wenn Ihr mit Euren Char viele Emotes schreibt, macht Ihr ihn also für andere verständlich, zeigt, was Ihr fühlt und was Euch bewegt. Da dies einer der wesentlichen Bestandteile des Rollenspiels ist, sind Emotes ganz unerlässlich für gutes RP.

Ebenso wie bei Emotes ist es auch wichtig, die Sprache des Charakters an die Welt anzupassen, in der er sich bewegt. Eine mittelalterliche Welt oder eine Fantasy-Welt ohne Technologie kennt viele Ausdrücke und Gegebenheiten nicht, die wir in unserer modernen Welt ganz selbstverständlich hinnehmen. So wird ein durchschnittlicher Charakter einer mittelalterlichen Welt ganz sicher davon überzeugt sein, daß es für jedes Land einen Grafen oder König geben muss, und das Wort "Demokratie" gar nicht kennen. Wehrdienst, Fahrstühle, Worte wie "cool" oder "geil" natürlich auch nicht.
Dies sind keine absoluten Verbote - unter Umständen kann ein mittelalterlicher Robin-Hood-Char durchaus dagegen sein, daß ein (böser) König ein Land regiert. Die Regierungsform einer Monarchie wird er jedoch nur in den seltensten Fällen anzweifeln - einfach, weil er gar keine andere Regierungsform kennt.

In solch einer Welt wird auch eigentlich durchgehend die Anrede "Euch, Euer, Ihr" verwendet, anstatt "Du, Dein, Dir". Das ist eine sehr schöne und stimmungsvolle Sprechweise. Im Mittelalter wurde die vertrauliche Anrede mit "Du, Dein, Dir" nur von ungebildeten Leuten verwendet und galt also als unfein und rüpelhaft - so, als würde man heute einen völlig Fremden einfach duzen.

Ein Char dagegen, der in einer weit entfernten Zukunfts-Welt mitspielt, wird vielleicht gar kein Geld kennen, oder, weil er Zeit seines Lebens einen Mini-Laser hatte, in einer Notsituation niemals auf die Idee kommen, ein Feuer mit Feuerstein und Zunder oder auch nur mit einem Feuerzeug anzuzünden. Ausserdem isst er vielleicht "Hippios" zum Frühstück oder nimmt Tabletten gegen Krankheiten, die wir heute noch gar nicht kennen. Wie sich unsere Sprache ja auch ständig verändert und neue Worte hinzukommen, genauso wird ein Char in einer zukünfigen Welt Begriffe kennen, die uns heute gar nichts sagen und mit Worten, die uns heute schon altmodisch vorkommen, gar nichts mehr anfangen können.

Viele dieser Vorstellungen aus einer anderen, erfundenen Welt sind Euch vielleicht nicht von Anfang an einleuchtend oder ihr habt schlicht beim Reden vergessen, daß es das und dies dort gar nicht gibt. Das ist nicht weiter schlimm!
Rollenspieler haben in der Regel großes Verständnis für Neulinge und werden darüber hinweg gehen oder Euch als ihr Charakter fragen, was genau Ihr gemeint habt mit z.b. "das Licht ausschalten" - immerhin könne man eine Fackel gut löschen, aber wohl kaum "ausschalten".
Aus solchen (versteckten) Hinweisen entspinnen sich gar nicht so selten interessante Gespräche, die dazu beitragen, daß man die Charaktere der jeweils anderen näher kennen lernt. Vielleicht tut Ihr dann so, als hättet Ihr Euch versprochen, oder als hättet Ihr euch auf eine magische Laterne bezogen, die man auch magisch ganz gut "ausschalten" kann, oder als gäbe es in eurer Heimatstadt eben solch eine Redewendung, auch wenn sie nicht logisch ist. Das ist kein grosser Aufwand und wird Euer Gegenüber wie gesagt vielleicht dazu verleiten, nach Eurer Heimatstadt zu fragen, oder nach eurer magischen Vorbildung usw. - Ihr seht, man kann nichts "falsch" machen!

Was ihr aber auf jeden Fall vermeiden solltet, sind Abkürzungen und Ausdrücke, wie Ihr sie als Spieler, aber wohl kaum als Charakter gebrauchen würdet. Natürlich kann es, gerade in einem Online-Rollenspiel, nötig werden, sich schnell zu verabschieden und offline zu gehen oder, in einem gemeinsam erlebten Abenteuer am Küchentisch, auf die Toilette zu gehen oder sonst etwas zu tun, daß sicher nichts mit dem Charakter zu tun hat, den ihr gerade spielt.

Als Spieler würdet Ihr jetzt vielleicht sagen "Bin ma kurz weg, gleich wieder da!" oder "bin kurz afk; brb" oder "cya, muss jetzt off!".
Wenn Ihr das sagt, sprecht Ihr OOC - ausserhalb Eures Charakters (out of character).
OOC-Sprache solltet ihr in einem Online-Rollenspiel auf jeden Fall kenntlich machen, damit die anderen Spieler auch wissen, ob das jetzt der Spieler oder der Charakter gesagt hat. Viele tun das, in dem sie das gesagte in Klammern oder Doppelklammern setzen, also z.b. "((kurz weg!))"
Viele Rollenspieler versuchen, OOC soweit als möglich zu vermeiden, weil sie die Stimmung, in die sich alle Beteiligten hoffentlich hereingefunden haben, stört oder unterbricht.
Im Idealfall habt Ihr z.b. für euren Charakter eine Entschuldigung und braucht gar nicht OOC zu sprechen. Dann kann sich z.b. Euer Charakter verabschieden statt Ihr als Spieler, und würde vielleicht sagen "Verzeiht, aber ich muss leider fort!" oder "Wartet hier kurz - ich habe da drüben etwas gesehen!". Das geht auch im Nachhinein : "Entschuldigt. Ich war gerade irgendwie kurz abwesend - was habt Ihr gesagt?" Natürlich könnt Ihr auch beides kombinieren, z.b. :
"... Irgendwie habe ich gerade den Faden verloren in Eurer Rede. Was wolltet Ihr sagen? ((sorry, war gerade afk - worum gehts?))"

Zu guter Letzt: Wenn Ihr ein Online-Rollenspiel spielt, versucht bitte so gut es geht, richtig zu schreiben, was Rechtschreibung und Kommasetzung angeht. Natürlich kann Euer Char einen Sprachfehler haben, den Ihr durch absichtlich falsche Rechtschreibung wiedergebt, genauso wie Ihr im Offline-Rollenspiel einen ganz ungebildeten Char spielen könnt, der nur Dialekt reden kann.
Wenn das aber nicht der Fall ist und Ihr zum Beispiel einen gebildeten Magier spielt, ist es absolut nicht stimmungsfördernd, wenn Ihr dann dauernd nur halb fertiges von Euch gebt, wie z.b. "kanste madi tür da afumache,n?"
Da geht es jetzt nicht um den Vertipper, der uns allen mal passiert.
Rollenspiel ist beileibe kein Rechtschreibwettbewerb!
Aber sicher habt auch Ihr den oben angegeben Satz auch 2-3x lesen müssen, um zu verstehen, was da gerade gesagt wurde. Abgesehen davon, daß für einen Rollenspieler durchaus der Eindruck entstehen kann, Euer Char könnte nicht richtig sprechen, zerstört so etwas die mühsam aufgebaute Rollenspiel-Stimmung leider fast sofort. Ihr solltet bei jedem Satz daran denken, daß Euer Gegenüber ihn auch verstehen muss, um darauf zu reagieren.

Zusammenfassend :
* Überlegt Euch, wie Euer Char sprechen würde, und wie vielleicht nicht. Ein ungebildeter Char kann durchaus "Ach, Scheiss drauf!" brüllen, während ein exzentrischer Magier vielleicht "Bei Tifiaxes verfluchten Gebeinen!" sagen würde, und ein Dritter nur stumm und ungläubig den Kopf schütteln würde.
* Verwendet Emotes, um klar zu machen, was Euer Char tut und fühlt, und versucht, so weit als möglich ohne OOC auszukommen.
* Achtet darauf, daß Eure Sätze auch für Euer Gegenüber verständlich sind.

< Namensgebung

< Wesen & Verhalten

> Wahrnehmung im Rollenspiel

Faerûn-Zeit:
Heute ist der 24. Flammleite 1386, Oghmastag des 3. Zehntages.
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